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Benta

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Benta vom Bairischen Blues, ZBNr. 30613-05, Wurftag: 06.07.2005


Benta ist eine großrahmige, mittelkräftige, schwarzmarkene Hündin mit kräftigem Kopf, sowie korrekt angesetztem und getragenem Behang. Sie hat dunkle Augen und ein tiefschwarzes, schlicht gewelltes Haarkleid. Die Marken sind komplett, dabei etwas verwaschen und ein bisschen klarer abgegrenzt könnten sie schon sein. Die Rute hat die erwünschte Länge und wird korrekt getragen.

Am 22. April 2007 hat Benta die Jugendbeurteilung und am 20. April 2008 die Zuchttauglichkeitsprüfung mit Erfolg abgelegt.
So viel zum Steckbrief aus Sicht des Rassestandards und der Zucht.


Hinter diesen dürren Worten steckt eine schöne, temperamentvolle und lebensfrohe Hündin. Als wir uns entschlossen haben, unsere verstorbene Retrieverhündin durch Benta zu ersetzen, wollten wir einen temperamentvollen Hund zum Spazierengehen. Den haben wir bekommen! Nur dass sie jetzt mit uns spazieren geht, unersättlich, unverwüstlich. Benta hat uns zu Waldläufern gemacht, wo wir eigentlich nur City Walker sein wollten. Das haben wir nun davon. Es geschieht uns recht – und macht uns glücklich.

Dabei ähneln unsere Ausgänge eher Flugstunden als Spaziergängen; Flugstunden für Bälle und für Benta, die nur selten alle vier Beine auf dem Boden hat. Wir haben längst aufgehört, die Bälle zu zählen, die sie mit den Jahren versandelt, verdaddelt und verschusselt hat, würden uns aber nicht wundern, wenn dereinst im Bayerischen Wald, rund um Rohrmünz, Kautschukbäume wachsen würden.

Zwischen ihren vier Wänden ist Benta gelassen und die Ruhe selbst, eine Gelassenheit, die allerdings nicht mit Schläfrigkeit verwechselt werden darf: Benta ist ein Hovawart und somit ein Wachhund, den sie keine Minute abstreifen kann. Niemand würde je seinen Fuß ohne ihre Genehmigung auf unseren Grund und Boden setzen. In diesen Dingen ist sie kompromisslos und humorlos. Geliebte Menschen und Hunde haben allerdings ein ganz anderes Problem: sie können sich nur durch eine Ritterrüstung oder durch Flucht vor ihren ungestümen Liebesbeweisen schützen. Auch in dieser Angelegenheit bleibt sich Benta in ihrer Kompromisslosigkeit treu: Wer geliebt wird, wird mit Haut und Haaren geliebt.

Benta ist ein Hovawart, wie wir ihn uns vorstellen: selbstbewusst, fordernd und voller Leben, aber auch gelassen, freundlich und anhänglich. Schlitzohrigkeit und Ernsthaftigkeit halten sich bei ihr ebenso die Waage wie Vollgas und meditative Langsamkeit. So begeistert sie mit dem Kopf durch die Wand geht, so gern drückt sie den Hintern an den Kachelofen.

Wenn wir mit Benta nicht unsere Spuren durch den Bayerwald ziehen, sind wir mit ihr auf dem Hundeplatz in Deggendorf. Angefangen hat alles, wie es sich gehört, in der Welpenschule und anschließend in der Junghundeschule, wo sich Benta schnell als gelehriges und lernwilliges Kind zeigte. Heute bewegt sie sich sicher auf der Fährte, elegant in der Unterordnung und zupackend im Schutzdienst. Im August 2007 haben wir als ersten Schritt zu größeren Taten die Begleithundeprüfung abgelegt; das Tor zum Hundesport steht also offen.

Überstürzen werden wir jedoch nichts, denn auch wir haben etwas von Benta gelernt: oft ist der warme Po am Kachelofen erfüllender als der Kopf in der Wand.